Reinigungstipps
Sauberkeit wird an dem gemessen, was ins Auge fällt: am Boden, am Schreibtisch, an der Fensterscheibe. Der Schmutz, über den sich hinterher jemand beschwert, sitzt fast immer woanders.
Wer ein Objekt zum ersten Mal durchgeht, sieht die grossen Flächen. Sie sind auch am schnellsten wieder sauber. Aufwendig wird es an den Stellen, die klein sind, oft berührt werden oder ausserhalb der Blickachse liegen, und genau dort fällt Vernachlässigung auf.
Was viele Hände berühren

Türklinken, Lichtschalter, Handläufe, Aufzugtasten, Griffe an Kühlschrank und Kaffeemaschine: kleine Flächen mit sehr hoher Kontaktzahl.
Sie stehen selten ausdrücklich im Reinigungsplan und werden deshalb beim Wischen der grossen Flächen übergangen. Auffallen tut das zuerst an hellen Türblättern rund um die Klinke.
Was über Augenhöhe liegt
Oberkanten von Türrahmen und Schränken, Lampenschirme, Bilderrahmen, Rohrleitungen unter der Decke: Dort sammelt sich Staub monatelang ungestört. Weil er nicht zu sehen ist, solange man nicht danach sucht, bleibt er liegen, bis er herunterfällt und sich auf den frisch gewischten Flächen darunter verteilt.
Deshalb lohnt sich die Reihenfolge: erst oben, dann unten. Wer den Boden zuerst macht, macht ihn zweimal.
Wo Luft durchströmt

Lüftungsgitter, Heizkörperrippen, Jalousien-Lamellen und Filtermatten wirken wie ein Sieb: Sie halten fest, was in der Luft schwebt.
Bleiben sie ungereinigt, verteilt die Anlage denselben Staub wieder im Raum. Bei Jalousien kommt hinzu, dass verklebte Lamellen schwergängig werden und irgendwann brechen.
Wo Feuchtigkeit stehen bleibt
Fensterfalze, Silikonfugen, Duschabläufe, Dichtungen an Kühlgeräten, die Unterseite von Seifenspendern: überall dort, wo Wasser nicht abtrocknet, entsteht Biofilm. Er ist anfangs kaum zu sehen, riecht aber, und aus ihm wird Schimmel.
- Türklinken, Lichtschalter und Handläufe: kleine Fläche, hohe Kontaktzahl
- Oberkanten über Augenhöhe: erst oben, dann unten reinigen
- Lüftungsgitter, Heizkörper und Lamellen: sonst wandert der Staub zurück
- Fensterfalze, Fugen und Abläufe: dort beginnt Schimmel
Keine dieser Stellen braucht täglich Aufmerksamkeit. Sie brauchen aber einen festen Platz im Reinigungsplan, sonst fallen sie zwischen die Intervalle, und niemand merkt es, bis es auffällt.



